Neuerungen für Modellflieger
Ab dem 01. Oktober 2017 treten zwei wichtige Neuerungen in Kraft, über die jeder Modellflieger Kenntnis haben sollte. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in einem Modellflugverein organisiert oder Privatflieger ist.

Neuerung 1: Kennzeichnungspflicht für alle Modelle ab 250 Gramm Abfluggewicht

Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrzeuge ab einem Abfluggewicht von 250 Gramm unterliegen ab dem 01. Oktober 2017 einer Kennzeichnungspflicht. An sichtbarer Stelle muss ein Schild mit Name und Adresse des Eigentümers angebracht werden. Telefonnummer oder E-Mail-Adresse sind nicht verpflichtend, aber ergänzend zulässig. Zudem muss die Kennzeichnung so beständig sein, dass auch Feuer oder andere Einflüsse die Lesbarkeit nicht beeinträchtigen.

Nähere Informationen dazu sowie genaue Erklärung der Formulierungen aus der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung findet ihr im unserem Artikel vom 30. Mai 2017 unter folgendem Link.

Neuerung 2: Kenntnisnachweis für Modellflugpiloten

Wer ab dem 01. Oktober 2017 auch außerhalb von Modellflugplätzen mit einem Flugmodell höher als 100 Meter über Grund, oder über 2 Kilogramm Abfluggewicht fliegen möchte, benötigt dafür den sogenannten Kenntnisnachweis. Den Kenntnisnachweis benötigen natürlich auch Copter-Piloten, deren Drohne schwerer als 2 Kilogramm ist. Für den Drohnenbetrieb ist der Kenntnisnachweis auch unbedingte Voraussetzung, wenn man bei der Landesluftfahrtbehörde eine Ausnahmegenehmigung für Flüge über 100 Meter beantragen möchte.

Wichtige Zusatzinformation für Piloten, die in einem Modellflugverein organisiert sind:
Auf Nachfrage beim Luftamt Nordbayern und bei unserem Verbandsanwalt des DMFV wurde uns bestätigt, dass dieser Kenntnisnachweis auch für das Fliegen auf Modellflugplätzen benötigt wird, wenn der Pilot alleine am Platz ist und das Flugmodell mehr als 2 kg Abfluggewicht auf die Waage bringt oder er Höher als 100 m fliegen möchte. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Modell um einen Segler, einen Elektro- oder einen Verbrennermodell handelt. Erst wenn ein Flugleiter vor Ort anwesend ist, wird ein Kenntnisnachweis des Piloten nicht benötigt.

Das heißt also, dass ab dem 01. Oktober, zusätzlich zu der normalen Flugdokumentation im Flugbuch, auch eine Flugleiterdokumentation geführt werden muss, wenn der Pilot einen reinen Segler oder Elektromodell über 2 kg und/oder Höher als 100 m fliegen möchte und keinen Kenntnisnachweis besitzt.

Da die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, dass man auf dem Modellflugplatz auch mal alleine ist, empfehlen wir an dieser Stelle ausdrücklich jedem Vereinsmitglied diesen Kenntnisnachweis auf der DMFV-Seite online zu erwerben.

Weitere Informationen zu diesem Kenntnisnachweis sowie eine Videoerklärung des DMFV findet ihr in dem Artikel vom 06. September 2017 unter folgendem Link.
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