Erneut Drohnenflüge mit strafrechtlichen Folgen
Zwei besonders dreiste und wahrscheinlich nicht ganz so helle Drohnenbesitzer sorgten während des Faschings wieder für Polizeieinsätze und somit für negative Meldungen, welche alle Drohnen- und Modellflugpiloten wieder mal ins schlechte Licht rückten.

Nachbarin durch Fenster ausspioniert

Der erste Vorfall ereignete sich in rheinland-pfälzischen Neulingen. Hier meldete sich am Rosenmontag gegen 16:00 Uhr eine 38-Jährige telefonisch bei der Polizei und teilte mit, dass vor ihrem Fenster eine Drohne mit einer Kamera fliegen würde. Die eintreffenden Beamten machten den Verantwortlichen schnell ausfindig. Es handelte sich um einen 21-Jährigen aus der Nachbarschaft. Die Kamera lieferte Bilder auf das Handy des "Piloten". Ihn erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen".

Der höchstpersönliche Lebensbereich wird u.a. dann verletzt, wenn jemand unbefugt Bildaufnahmen von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblicke besonders geschützten Raum befindet, herstellt oder überträgt.

Laut eigener Aussage, war sich der 21-Jährige der rechtlichen Lage nicht bewusst gewesen. Für mich klingt das wie eine billige Ausrede, für die er gleich noch eine zweite Strafanzeige wegen Verblödung erhalten müsste. Dummheit ist aber strafrechtlich gesehen nicht relevant und kann somit auch nicht bestraft werden.

Drohne über Saunabereich

Auf Nummer sicher, auch wirklich nackte Tatsachen aufzunehmen, ging ein 26-Jähriger Passauer. Er ließ seine Kamera-Drohne gleich über dem Außenbereich einer Sauna in Passau fliegen und machte dabei mutmaßlich auch noch Aufnahmen.

Laut Angaben der Polizeiinspektion Passau konnte eine Streife der Polizeiinspektion aufgrund von Zeugenhinweisen den Tatverdächtigen stellen. Seine Drohne wurde sichergestellt, die Speicherkarte wird nun ausgewertet. Der Mann wurde nach Feststellung seiner Personalien wieder auf freien Fuß gelassen. Ihn erwartet wohl die selbe Strafanzeige, wie den Kandidaten aus der ersten Meldung. Ob er jedoch sich ebenfalls der "der rechtlichen Lage nicht bewusst war" ist nicht bekannt. Der intellektuellen Elite unter den Drohnenpiloten gehört dieser aber wahrlich auch nicht an.

Quellen:
1. Polizeiinspektion Grünstadt www.presseportal.de/blaulicht/pm/117687/3866136
2. Passau erleben www.passau-erleben.de/2018/02/14/26-jaehriger-laesst-drohne-ueber-saunabereich-fliegen
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