LiPo-Akku löst einen Wohnungsbrand aus
Wie das Polizeipräsidium Rostock meldet, hat ein LiPo-Akku einer Drohne vermutlich den Brand in einem Mehrfamilienhaus in Ludwigslust, in Mecklenburg-Vorpommern, ausgelöst. Der entstandene Schaden ist laut Polizei enorm.

Der überhitzte Akku einer Drohne ist nach Polizeiangaben vermutlich Ursache für einen Wohnungsbrand am Samstag gegen 13:30 Uhr in Ludwigslust. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Clara-Zetkin-Straße konnten sich alle selbst in Sicherheit bringen, wie die Polizei mitteilte.

Allerdings erlitten zwei Menschen kurzzeitig einen Schock und mussten medizinisch versorgt werden. Der Sachschaden wurde auf rund 100.000 € geschätzt.

Das Feuer brach in einer Wohnung im Erdgeschoss aus. Nach derzeitigem Stand wird davon ausgegangen, dass sich der Akku einer Drohne, welche gerade geladen wurde, überhitzte und so das Feuer auslöste.

Sicherheitshinweise für den Umgang mit LiPo-Akkus

Bei unsachgemäßer Behandlung können Lithium Polymer Akkus explodieren, brennen und giftige Gase freisetzen sowie Verätzungen oder Vergiftungen hervorrufen. Nachfolgend haben wir einige Sicherheitshinweise für den Umgang mit LiPo-Akkus zusammengestellt, um solche Unfälle zu vermeiden:
  • Halten Sie den Akku von Kindern fern.
  • Vorsicht im Umgang mit Akkupacks mit hohen Zellenzahlen. Unbedingt auf gute Isolierung achten, es besteht die Gefahr eines Stromschlags.
  • Ausgelaufenes Elektrolyt nicht in Verbindung mit Feuer bringen, dieses ist leicht brennbar und kann sich entzünden. Im Falle einer Explosion oder Brandes die Akkus niemals mit Wasser löschen. Nur mit Trockenlöschmittel (Sand, etc.) Löschen oder durch Abdecken die Flammen ersticken.
  • Die Elektrolytflüssigkeit sollte nicht in die Augen kommen, wenn doch, sofort mit viel klarem Wasser auswaschen und anschließend einen Arzt aufsuchen.
  • Auch von Kleidern und anderen Gegenständen kann die Elektrolytflüssigkeit mit viel Wasser aus- bzw. abgewaschen werden.
  • LiPo-Akkus keiner übermäßigen Kälte oder Hitze und direkter Sonneneinstrahlung aussetzen. Akku nicht erhitzen, ins Feuer werfen oder in die Mikrowelle legen. Idealerweise in einem feuerfesten Behälter lagern und laden.
  • Akku keinem Druck oder Stoß aussetzen, deformieren oder werfen. Vor Unfall oder Absturz schützen. Beschädige Akkus in keinem Fall mehr verwenden.
  • Ladegerät und angeschlossene Akkus niemals auf brennbare, oder leitende Unterlagen legen. Nie in der Nähe von brennbarem Material oder Gasen betreiben. Ein Laden des Akkus im Modell kann im Falle eines defektes zum Abbrennen des Modells führen! Lassen Sie den Akku während des Lade-Ent - ladevorgangs sowie im Betrieb nicht unbeaufsichtigt. Lesen Sie vor dem Laden die Anleitung des Ladegerätes sorgfältig.
  • Keine Akkus laden, die stark erwärmt oder unterkühlt sind. Akkus vor dem Laden auf ca. 20-30°C abkühlen lassen bzw. aufwärmen.
  • Es dürfen nur Zellen gleicher Kapazität und gleichen Fabrikats im Verbund geladen werden.
  • Achten Sie unbedingt auf richtige Polung der Akkus und verhindern Sie Kurz - schlüsse, inbesondere durch nicht isolierte Stecksysteme.
  • Bei Kontakt mit Wasser oder Eindringen von Feuchtigkeit in die Batterie besteht Explosionsgefahr durch Kurzschluß.
  • Nicht verpolt Laden.
  • Nicht direkt am Akku löten.
  • Akku nicht verändern oder öffnen.
  • Akkus nicht über 4,2 Volt (+/-0,05V) pro Zelle laden und nicht unter 3 Volt pro Zelle entladen.
  • Akkus nur mit dafür geeigneten LiPo-Akku Ladegeräten mit angeschlossenem Equalizer/Balancer laden, niemals direkt an ein Netzteil anschließen.
  • Akku nicht an Orten benutzen welche hoher statischer Entladung ausgesetzt sind.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock www.presseportal.de/blaulicht/pm/108746/3941696
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