Fragen & Antwortenrund um den Verein und den Flugmodellsport

Hier haben wir Antworten auf die meistgestellten Fragen zusammengestellt, die immer wieder an uns gestellt werden. Sollten Sie auf Ihre Frage hier keine Antwort finden, dann schreiben Sie uns diese einfach per Email. Wir werden Ihnen schnellst möglich antworten. Benutzen Sie dazu bitte unser Kontaktformular.

Fragen & Antworten zum Verein

Seit wann gibts den Verein und aus wie vielen Mitgliedern besteht er?

Die Modellfluggruppe PHOENIX Lichtenfels e.V. wurde am 08.11.2008 gegründet und besteht derzeit aus 32 Mitgliedern. Davon sind 7 Vorstands- und 25 aktive bzw. passive Mitglieder.

Ich interessiere mich auch für Modellflug. Kann man bei euch unverbindlich reinschnuppern?

Aber natürlich! Gäste sind bei uns jederzeit herzlich Willkommen. Bei Interesse sind auch Lehrflüge mit unserem Ausbildungsflieger und einem Lehrer möglich. Da der Fluglehrer mit seiner Steuerung stets die volle Kontrolle über den Flieger hat und bei kritischen Situationen helfend eingreifen kann, braucht der Schüler keine Angst zu haben und kann die Flüge entspannt genießen.

Wie kann ich Mitglied in eurem Verein werden?

Die Mitgliedschaft in unserem Verein muss schriftlich beantragt werden. Entsprechende Formulare händigen wir gerne aus. Bei Minderjährigen bedarf es der schriftlichen Zustimmung des gesetzlichen Vertreters. Anschließend ist man ein Jahr Probemitglied und hat so die Möglichkeit sowohl das Modellfliegen, als auch den Verein näher kennen zu lernen. Über die Aufnahme entscheiden die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung mit einfacher Mehrheit.

Ihr seid doch ein gemeinnützig anerkannter Verein. Müsst ihr nicht jeden Bewerber aufnehmen?

Stimmt, wir sind ein gemeinnützig anerkannter und eingetragener Verein. Jedoch garantiert das Grundgesetz (Artikel 9 Absatz 1 GG) den Vereinen die Aufnahmefreiheit. Ein Modellflugverein kann selbst entscheiden, wen er aufnimmt oder nicht. Ausnahmen gelten nur für Vereine, die eine Monopolstellung innehaben oder vom Gesetz her verpflichtet sind, Mitglieder aufzunehmen. Diese Ausnahmen treffen für Modellflugvereine nicht zu.

Welche Modelle darf ich bei euch am Modellflugplatz fliegen?

Bei uns am Platz dürfen derzeit Elektro- und Verbrennermodelle bis 5kg Abfluggewicht geflogen werden. Die Vebrennermodelle benötigen jedoch einen gültigen Lärmpass, um aufsteigen zu dürfen.

Ist bei euch am Modellflugplatz Alkohol erlaubt?

Unsere Flugordnung sagt dazu ganz klar: Für alle Personen, die aktiv am Flugbetrieb teilnehmen, gilt ein absolutes Alkoholverbot. Es hat aber niemand was dagegen, wenn sich jemand nach dem Flugbetrieb, etwa beim Grillen, ein Bier aufmacht.

Kann mir der Flugbetrieb am Modellflugplatz auch untersagt werden?

Ja, das kann er. Wer sich z.B. grob Fahrlässig verhält, andere Piloten oder Besucher gefährdet, die Flugordnung nicht einhält oder wer infolge alkoholischer Mittel oder Drogen sowie geistiger oder körperlicher Mängel in der Wahrnehmung der Aufgaben als Führer eines Luftfahrzeugs gehindert ist, darf am aktiven Flugbetrieb nicht teilnehmen. Ein Flugverbot kann von jedem Vereinsmitglied ausgesprochen werden.

Auf der Zufahrt zu eurem Modellflugplatz steht ein "Befahren verboten"-Schild. Darf ich da trotzdem reinfahren?

Ja! Um zu unserem Modellflugplatz zu gelangen bedarf es keiner gesonderten Genehmigung. Tatsächlich wurde von einigen wenigen versucht, uns die Zufahrt zu unserem Gelände zu verbieten. Leider mussten wir diesen Umstand durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München klären lassen, der per Beschluss vom 27.02.2014 folgendes Urteil gefällt hat: Das Befahren der öffentlichen Wege durch die Vereinsmitglieder als Pächter und Anlieger ist dem Gemeingebrauch nach §14 BayStrWR zuzurechnen, eine Sondernutzungserlaubnis wird nicht benötigt (Aktenzeichen 8 B 12.2268).

Fragen & Antworten zum Flugmodellsport

Muss ich mein Modell irgendwie Kennzeichnen?

Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrzeuge ab einem Abfluggewicht von 250 Gramm unterliegen ab dem 01. Oktober 2017 einer Kennzeichnungspflicht. An sichtbarer Stelle muss ein Schild mit Name und Adresse des Eigentümers angebracht werden. Telefonnummer oder E-Mail-Adresse sind nicht verpflichtend, aber ergänzend zulässig. Zudem muss die Kennzeichnung so beständig sein, dass auch Feuer oder andere Einflüsse die Lesbarkeit nicht beeinträchtigen.

Ich besitze ein Flugzeugmodell. Kann ich mit dem überall fliegen?

Segel- und Elektroflugmodelle mit einem Abfluggewicht bis 5kg dürfen nach § 16 Absatz 1 Nr. 1 Luftverkehrsordnung erlaubnisfrei überall geflogen werden. Flugmodelle mit Verbrennungsmotoren bis 5kg dürfen luftrechtlich erlaubnisfrei geflogen werden, wenn die nächste Ortschaft weiter als 1,5 Kilometer entfernt ist. Grundsätzlich reicht für diesen ansonsten erlaubnisfreien Flugbetrieb das Einverständnis des Grundstückseigentümers und die Beachtung allgemeiner Sicherheitsaspekte (§ 1 Absatz 1 Luftverkehrsordnung). Eine zusätzliche Genehmigungspflicht kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht, so zum Beispiel, wenn sich das Grundstück, von dem aus geflogen wird, in einem besonders naturgeschützten Gebiet befindet, wie einem Naturschutzgebiet oder einem Vogelschutzgebiet.

Flugzeugmodelle mit einem Abfluggewicht über 5kg dürfen nur auf den für diese Gewichtsklasse zugelassenen Modellflugplätzen geflogen werden. Dies gilt für Elektro- und Verbrennermodelle.

Brauche ich eine zusätzliche Versicherung?

Ja! Auch beim Betrieb von Flugmodellen aller Art besteht nach § 102 der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung eine separate Versicherungspflicht. Dies gilt ausnahmslos für alle Modellflieger. Schäden, die durch Modellflugzeuge verursacht werden, übernimmt die private Haftpflichtversicherung in der Regel nicht.

Wann darf ich fliegen?

Die Flugbetriebszeiten werden nach dem bundesweit einheitlichen Standard geregelt, der sich nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung richtet. Demnach dürfen Segelflug- und Elektromodelle von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geflogen werden. Für Flugmodelle mit Verbrennungsmotoren gilt: Werktags von 8:00 bis 20:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 9:00 bis 13:00 und von 15:00 bis 20:00 Uhr.

Wie hoch darf ich fliegen?

Eine feste Flughöhenbegrenzung gibt es nicht. Jedoch darf ein Modellflieger nicht in den kontrollierten Luftraum vordringen. Für die Nutzung des kontrollierten Luftraums ist gemäß § 16a LuftVO eine Flugverkehrskontrollfreigabe notwendig, die die Modellflieger in der Regel nicht besitzen. Dieser kontrollierte Luftraum E beginnt zwischen 1.000 Fuß (304,8 Meter) und 2.500 Fuß (762 Meter), sodass je nach Standort eine Flughöhenbegrenzung in diesem Bereich gilt. Um zu erfahren, ab welcher Höhe am eigenen Standort der kontrollierte Luftraum beginnt, kann man in die entsprechende Luftfahrer-Karte (ICAO-Karte) schauen, die auch im Internet über die Seite der Deutschen Flugsicherung unter www.dfs.de einsehbar ist.

Update: Wer ab dem 01. Oktober 2017 auch außerhalb von Modellflugplätzen mit einem Flugmodell höher als 100 Meter über Grund, oder über 2 Kilogramm Abfluggewicht fliegen möchte, benötigt dafür den sogenannten Kenntnisnachweis. Nähere Informationen dazu sind hier nachzulesen.

Wie weit darf ich fliegen?

Das Modell muss stets in Sichtweite des Piloten betrieben werden. Er darf keine optischen Hilfsmittel, wie z.B. Videobrille, Monitor, etc., verwenden.

Wann brauche ich eine Aufstiegserlaubnis und für welche Modelle?

Eine Aufstiegserlaubnis ist erforderlich für Flugmodelle mit mehr als 5 Kilogramm Gesamtmasse (§ 16 Abs. 1 Nr. 1 a) LuftVO), Flugmodelle mit Raketenantrieb (§ 16 Abs. 1 Nr. 1 b) LuftVO) und Flugmodelle mit Verbrennungsmotoren in einer Entfernung von weniger als 1,5 km von Wohngebieten (§ 16 Abs. 1 Nr. 1 c) LuftVO). Die Erlaubnis ist ferner für Flugmodelle aller Art in einer Entfernung von weniger als 1,5 km von der Begrenzung von Flugplätzen (§ 16 Abs. 1 Nr. 1 d) 1.Alt. LuftVO) einzuholen. Auf Flugplätzen bedarf der Betrieb von Flugmodellen darüber hinaus der Zustimmung der Luftaufsichtsstelle oder der Flugleitung (§ 16 Abs. 1 Nr. 1 d) 2. Alt. LuftVO).

Ich habe ein Modell mit einer Foto- bzw. Videokamera. Muss ich beim Fliegen was besonderes beachten?

Solange die Aufnahmen nicht entgeltlich (gewerblich) oder zu Forschungszwecken gemacht werden, sondern aus privaten beziehungsweise aus Freizeitgründen, muss nichts besonderes beachtet werden. Daran ändert auch eine spätere Veröffentlichung der Aufnahmen z.B. auf YouTube nichts.

Sobald man aber gewerblich oder zu Forschungszwecken Bildaufnahmen macht, wird aus dem Flugmodell automatisch ein unbemanntes Luftfahrtsystem (UAS) und ist nach § 16 Absatz 1 Nr. 7 Luftverkehrsordnung (LuftVO) erlaubnispflichtig und bedarf einer besonderen Versicherung.

Abgesehen davon ist bei Foto- bzw. Videoaufnahmen von Flugmodellen auch das Persönlichkeitsrecht Dritter zu achten (Recht am eigenen Bild).

Ich habe eine Videobrille. Darf ich damit fliegen (FPV)?

Fliegen per Videobrille oder per Monitor darf bis zu einer Höhe von 30 m betrieben werden, wenn entweder das Modell nicht schwerer als 250 g ist oder ein Luftraumbeobachter eingesetzt wird. Bei Betrieb über 30 m bleibt es bei der Pflicht, ein Lehrer-Schüler-System einzusetzen, welches es dem "Lehrer" ohne Videobrille ermöglicht, jederzeit die Steuerung zu übernehmen.

Darf ich aus dem Modell Gegenstände abwerfen bzw. abschießen?

Nein. Der § 7 LuftVO sagt dazu: Das Abwerfen oder Ablassen von Gegenständen oder sonstigen Stoffen aus oder von Luftfahrzeugen ist verboten. Dies gilt nicht für Ballast in Form von Wasser oder feinem Sand, für Treibstoffe, Schleppseile, Schleppbanner und ähnliche Gegenstände, wenn sie an Stellen abgeworfen oder abgelassen werden, an denen eine Gefahr für Personen oder Sachen nicht besteht.

Das Abschießen von Feuerwerkskörpern und anderen geschoßähnlichen Gegenständen, die gerne mal am Flugzeugmodell angebracht werden, ist grundsätzlich verboten!

Gibt es für Modellflieger eine Promillegrenze wie im Straßenverkehr?

Eine besondere Promillegrenze wie im Straßenverkehr gibt es für Modellflieger nicht. Ein Blick in die gesetzlichen Vorschriften schafft hier jedoch Klarheit. § 1 Absatz 3 der Luftverkehrsordnung (LuftVO) lautet: "Wer infolge des Genusses alkoholischer Mittel oder infolge geistiger oder körperlicher Mängel in der Wahrnehmung der Aufgaben als Führer eines Luftfahrzeugs gehindert ist, darf kein Luftfahrzeug führen und nicht als anderes Besatzungsmitglied tätig sein". Diese Vorschrift ist entsprechend auch auf den Betrieb von Flugmodellen anzuwenden. Wer also unter Alkoholeinfluss steht, darf nicht aktiv am Modellflugbetrieb teilnehmen.

Fragen & Antworten zum Trendthema Multikopter

Darf ich in Naturschutzgebieten fliegen?

Der Überflug von Naturschutzgebieten, Nationalparken, FFH- und EU-Vogelschutzgebieten ist verboten, soweit nicht eine Genehmigung oder Befreiung vorhanden ist. Der Überflug von Landschaftsschutzgebieten ist nicht verboten, doch kann es sich aus der jeweiligen Verordnung über ein Landschaftsschutzgebiet ergeben, dass das Starten und Landen im Landschaftsschutzgebiet verboten oder erlaubnisbedürftig ist.

Muss ich mein Multicopter kennzeichnen?

Ja! Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrzeuge ab einem Abfluggewicht von 250 Gramm unterliegen ab dem 01. Oktober 2017 einer Kennzeichnungspflicht. An sichtbarer Stelle muss ein Schild mit Name und Adresse des Eigentümers angebracht werden. Telefonnummer oder E-Mail-Adresse sind nicht verpflichtend, aber ergänzend zulässig. Zudem muss die Kennzeichnung so beständig sein, dass auch Feuer oder andere Einflüsse die Lesbarkeit nicht beeinträchtigen.

Darf ich über Menschenansammlungen fliegen, z.B. bei einem Stadtfest?

Nein! Das Fliegen über Menschenansammlungen ist generell verboten. Darüber hinaus ist auch ein seitlicher Sicherheitsabstand zu ihnen von 100 m einzuhalten.

Brauche ich für meinen Multikopter eine Genehmigung?

Wenn dieser unter 5kg Abfluggewicht liegt und der nächste Flugplatz mehr als 1,5km entfernt ist, nein. Über 5kg Abfluggewicht muss ausnahmslos immer eine Aufstiegserlaubnis vorliegen. Auch wenn mit dem Multikopter gewerblich oder zu Forschungszwecken geflogen wird, ist eine Aufstiegsgenehmigung Pflicht.

Update: Wer ab dem 01. Oktober 2017 auch außerhalb von Modellflugplätzen mit einem Flugmodell höher als 100 Meter über Grund, oder über 2 Kilogramm Abfluggewicht fliegen möchte, benötigt dafür den sogenannten Kenntnisnachweis. Den Kenntnisnachweis benötigen natürlich auch Copter-Piloten, deren Drohne schwerer als 2 Kilogramm ist. Für den Drohnenbetrieb ist der Kenntnisnachweis auch unbedingte Voraussetzung, wenn man bei der Landesluftfahrtbehörde eine Ausnahmegenehmigung für Flüge über 100 Meter beantragen möchte.

Brauche ich für das Filmen oder Fotografieren mit dem Multikopter eine Genehmigung?

Wenn die Bilder oder Videoaufnahmen rein privat genutzt werden, also im Freizeit- und Sportbereich, dann ist keine Genehmigung erforderlich. Diese Aufnahmen dürfen auch auf der eigenen Webseite oder auf YouTube veröffentlicht werden.

Werden diese Bilder oder Fotos gegen Entgeld oder zu Forschungszwecken gemacht, dann wird der Multikopter automatisch ein unbemanntes Luftfahrtsystem (UAS) und man braucht eine Aufstiegserlaubnis. Dazu zählt auch z.B. das Überfliegen eines Feldes um Schäden zu begutachten. In diesem Fall braucht man auch eine besondere Luftfahrt-Haftpflichtversicherung, die den gewerblichen Einsatz eines UAS deckt. Eine Modellflieger-Haftpflichtversicherung reicht hier nicht aus.

Grundsätzlich sind bei privaten und gewerblichen Einsatz von Multikoptern mit einer Kamera der Dateschutz, das Urheberrecht, das Kunsturheberrecht und das Persönlichkeitsrecht zu beachten.

Brauche ich eine besondere Versicherung?

Auf jeden Fall! Auch beim Betrieb von Flugmodellen aller Art besteht nach § 102 der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung eine separate Versicherungspflicht. Dies gilt ausnahmslos für alle Modellflieger und Multikopter. Schäden, die durch Modellflugzeuge verursacht werden, übernimmt die private Haftpflichtversicherung in der Regel nicht.

Im gewerblichen oder Forschungsbereich braucht man zusätzlich eine besondere Luftfahrt-Haftpflichtversicherung, die den gewerblichen Einsatz eines UAS deckt. Eine Modellflieger-Haftpflichtversicherung reicht hier nicht aus.

Darf ich über ein fremdes Grundstück fliegen?

Man braucht für das Grundstück, von dem man startet und landet, die Erlaubnis des Grundstückseigentümers.

Update: Zukünftig ist für das Fliegen in Wohngebieten neben dem Einverständnis des Eigentümers des Grundstückes von dem aus gestartet oder gelandet wird, auch das Einverständnis der Grundstückseigentümer notwendig über deren Grundstücke geflogen wird. Im Außenbereich außerhalb von Wohngebieten ist weiterhin nur das Einverständnis des Grundstückseigentümers des Grundstückes von dem aus gestartet oder gelandet wird notwendig.

Was muss ich beachten, wenn ich mit meinem Multikopter Filme oder Fotografiere?

Privat gemachte Aufnahmen dürfen ausschließlich privat genutzt werden. Man darf sie auch auf der eigenen Webseite oder auf YouTube veröffentlichen. Für die gewerbliche Verwendung oder Weitergabe braucht man eine Aufstiegsgenehmigung.

Des weiteren sind der Datenschutz, das Urheberrecht, das Kunsturheberrecht und das Persönlichkeitsrecht zu beachten. Fremde Grundstücke und Gebäude dürfen ohne Einverständnis fotografiert und gefilmt werden, soweit der Standort der Kamera öffentlich zugänglich ist. Besonders geschützt ist der Bereich der Wohnung. Wer ohne Erlaubnis Aufnahmen in fremden Wohnungen fertigt, macht sich nach § 201a StGB strafbar und kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Besteht Panoramafreiheit für Aufnahmen aus der Luft?

Nein! Die Panoramafreiheit beschränkt sich auf das, was das Publikum von der Straße aus mit eigenen Augen sehen kann. Luftbildaufnahmen, die mehr zeigen, gehören nicht dazu.

Darf ich mit einer FPV-Videobrille fliegen?

Fliegen per Videobrille oder per Monitor darf bis zu einer Höhe von 30 m betrieben werden, wenn entweder das Modell nicht schwerer als 250 g ist oder ein Luftraumbeobachter eingesetzt wird. Bei Betrieb über 30 m bleibt es bei der Pflicht, ein Lehrer-Schüler-System einzusetzen, welches es dem "Lehrer" ohne Videobrille ermöglicht, jederzeit die Steuerung zu übernehmen.

Was ist grundsätzlich verboten?

Kameradrohnen über 25kg sind grundsätzlich verboten. Der Modellflugbetrieb ist in folgenden Bereichen über und in einem seitlichen Abstand von 100 m verboten von: Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Maßregelvollzuges, militärischen Anlagen und Organisationen, Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung, Einrichtungen, in denen erlaubnisbedürftige Tätigkeiten der Schutzstufe 4 nach der Biostoffverordnung ausgeübt werden, soweit nicht der Betreiber der Anlage dem Betrieb ausdrücklich zugestimmt hat, Grundstücken auf denen die Verfassungsorgane des Bundes oder der Länder oder oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden oder diplomatische und konsularische Vertretungen, internationale Organisationen im Sinne des Völkerrechts ihren Sitz haben, Liegenschaft der Polizei und anderen Sicherheitsbehörden, Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen. Diese Verbote gelten nicht soweit die zuständige Stelle bzw. der Betreiber dem Betrieb zugestimmt hat. Der Modellflug ist ferner in folgenden Bereichen über und in einem seitlichen Abstand von 100 m verboten von: Unglücksorten, Katastrophengebieten, Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, mobilen Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr im Rahmen angemeldeter Manöver und Übungen, Krankenhäusern. Die zuständige Landesluftfahrtbehörde kann eine Ausnahmegenehmigung von diesen Verboten erteilen.

Was muss ich alles in einer Aufstiegserlaubnis angeben und wo bekomme ich diese?

Eine Aufstiegserlaubnis bekommt man beim Luftfahrbundesamt des jeweiligen Bundeslandes. Diese gilt dann für das jeweilige Bundesland. Es gibt die generelle (allgemeine) Aufstiegserlaubnis, welche bis zu zwei Jahre gültig ist und verlängert werden kann, und es gibt die Einzel-Aufstiegserlaubnis, für einzelne Flüge.

Neben dem Namen und der Anschrift des Antragstellers und aller Piloten wird auch der Zweck des Betriebs des UAS, der Nachweis einer ausreichenden Haftpflichtversicherung, ein Schulungsnachweis bzw. Darstellung der Eignung und Erfahrung als Pilot eines UAS (z.B. durch Flug- oder Logbuch) sowie Angaben zum UAS wie Bezeichnung, Gewicht, max. Flughöhe, Anzahl der Rotoren, etc. abgefragt. Bei einer Einzel-Aufstiegserlaubnis wird die unterschriebene Einverständniserklärung des Grundstückeigentümers des Grundstücks, auf dem man startet und landet, sowie Karten- bzw. Bildmaterial mit Eintragungen zu Aufstiegs- und Flugort (Flugsektor), geplante Höhe, die Zeit und das Datum des Aufstiegs verlangt.

Teilweise wird zusätzlich eine Erklärung zur Einhaltung des Datenschutzes, ggf. eine Unbedenklichkeitserklärung der Ordnungsbehörden/Polizei und ggf. die Gestattung von zuständigen Behörden für Naturschutzgebiete notwendig. Die Vorlagen kann man bei den jeweiligen Luftfahrtbehörde anfragen.

Um Missverständnissen vorzubeugen, eine Klarstellung: Diese FAQ sollen keine Rechtsberatung ersetzen, sondern nur dem Informationsaustausch dienen. Wir möchten an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, dass wir keine Rechtberatung im Sinne des Gesetzgebers durchführen und die Richtigkeit oder Vollständigkeit der oberen Texte, Gesetze und Verordnungen nicht garantieren können.
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